Energiequellen

Die Schülerinnen und Schüler der serbisch-deutschen bilingualen Klasse I3 haben am Projekt „Pasch ist grün“ teilgenommen. Unter der Leitung von Biologielehrerin Ivana Djukic Racic haben sich die  Schüler mit den Kapazitäten und Möglichkeiten der Länder für eine gesündere und sauberere Zukunft beschäftigt. 

Der wichtigste Teil des Projekts war die Datenanalyse. Die Schüler haben den Energieverbrauch und die Art der Energiequellen aus der Vergangenheit mit dem Verbrauch und den Energiequellen in der Gegenwart verglichen. Zum Vergleich haben die Schüler eine Auswahl der Länder gemacht und nach Möglichkeiten zur Energieeinsparung geforscht (z.B. Energiequellen und Energieeinsparung in Dänemark). Ein weiteres Ziel war, sich über die Kosten für aktuelle Energiequellen und ihre Schädlichkeit zu informieren. 

In Serbien gibt es rund 50 Unternehmen, die Biomasse zu Pellets und Briketts verarbeiten. Nach Anlagengröße besitzen nur vier Unternehmen größere Kapazitäten mit einer Verarbeitungskapazität von 1 Tonne pro Stunde oder mehr. Holzbiomasse wird in Serbiens Forstwirtschaft vor allem in Form von Brenn- und Rundholz erzeugt. Aufgrund stark steigender Nachfrage hat die Produktion zugenommen, was Serbien bereits an die Nachhaltigkeitsgrenze bringt. Die weitere Nutzung von Holzbiomasse sollte daher auch andere Optionen in Betracht ziehen.

Biogas wird bislang kaum genutzt. Eine wichtige Ressource für die Energieerzeugung ist Biogas aus Gülle. Vor allem Stallmist ist ein geeignetes Material. Allerdings ist die serbische Viehhaltung von kleinen Betrieben geprägt. Bislang gibt es kaum Initiativen, Gülle für die Energieerzeugung einzusetzen. Ausnahmen sind das Unternehmen Global Seed aus Čurug und die Molkerei Lazar. Letztere nutzt eine Kombination aus Stallmist und Molke.

Auch in der Zuckerindustrie gibt es vereinzelte Ansätze. Dort kann das Abwasser für die Biogaserzeugung genutzt werden. Ein Beispiel dafür ist die MK Group. Das Unternehmen baut Zuckerrüben an und hat sich 2020 für den Bau einer Biogasanlage mit 2,4 Megawatt in Vrbas entschieden.

Das Projekt war international und die Schüler haben ihre Vorträge über die Teams-Plattform gehalten.